Distanzen und Verdichtungen

In dieser Reihe suche ich nach dem richtigen Maß zwischen minimalistischen, konzeptionellen Aspekten und gegenständlich-malerischer Bildfindung. Reduktion des Gestischen, Symmetrien, zentrische Kompositionen, sensibel austarierte Farbnuancen und der Blick für das Wundersame im Alltäglichen gehen dabei eine Symbiose ein.

Kernpunkt des Schaffensprozesses ist das Sehen und die Entscheidung, sich dem Sehen mit ganzer Konzentration hinzugeben. Wichtig ist die Selbsterfahrung, den Prozess der Wahrnehmung bereits als kreativen und lebendigen Akt zu entdecken, der durch die eigenen Welt-Entwürfe und dem individuellen Erfahrungshorizont gefärbt ist. Diese Arbeiten erzählen oder proklamieren an der Oberfläche wenig und fordern stattdessen eine kontemplative Auseinandersetzung mit den eigenen Assoziationen und Stimmungen, die in der Bildbetrachtung angestoßen werden.